Wenn im Frühjahr die Temperaturen steigen, beginnt für viele Amphibien die jährliche Wanderung zu ihren Laichplätzen. Frösche, Kröten und Molche machen sich dann auf den Weg und müssen dabei häufig Straßen überqueren. Unterstützung erhielten die Tiere in diesem Jahr von jungen Helferinnen und Helfern der sechsten Klasse der Margot-Friedländer-Gesamtschule Wedemark, die gemeinsam mit dem NABU aktiv zum Artenschutz beitrugen.

Nach einem fast schon sportlichen Fußmarsch zum Einsatzort an der Hermann-Löns-Straße zwischen Mellendorf und Wiechendorf wurden die 20 Schülerinnen und Schüler von vier freiwilligen Helferinnen und Helfern des NABU herzlich empfangen. Zunächst erhielten die jungen „Forscher“ eine kurze theoretische Einführung zu den Amphibienarten, die in der Region vorkommen.

Anschließend ging es direkt an die Arbeit: Entlang eines Schutzzaunes kontrollierten die Schülerinnen und Schüler die aufgestellten Eimer, in denen die Tiere während ihrer Wanderung gesammelt werden. Innerhalb von etwa einer Stunde konnten sie insgesamt 18 männliche und 24 weibliche Kröten, acht Grasfrösche sowie drei Bergmolche entdecken, bestimmen und vorsichtig einsammeln. Danach wurden die Tiere sicher auf der anderen Straßenseite wieder freigelassen, damit sie ihren Weg zu den Laichgewässern fortsetzen konnten.

Dabei zeigten die jungen Helferinnen und Helfer großen Mut. Viele von ihnen trauten sich, die unterschiedlich großen und erstaunlich beweglichen Tiere selbst in die Hand zu nehmen und verloren von Tier zu Tier mehr ihre anfängliche Scheu.
Die hohe Zahl der gesammelten Amphibien sorgte nicht nur bei den Schülerinnen und Schülern für Begeisterung. Auch die NABU-Freiwilligen freuten sich über das Ergebnis und hoffen, dass sich am Ende der Wanderzeit eine insgesamt positive Entwicklung bei den Beständen abzeichnen wird.

Für die Sechstklässler bot der außerschulische Einsatz eine besondere Gelegenheit, die heimische Tierwelt aus nächster Nähe kennenzulernen und aktiv zum Schutz der Artenvielfalt beizutragen. Einige von ihnen überlegen nun sogar, Mitglied in der Jugendorganisation des NABU, der NAJU, zu werden.
Eines steht für viele der jungen Naturschützer bereits fest: Wenn im nächsten Frühjahr wieder die Zäune und Warnschilder zur „Krötenwanderung“ aufgestellt werden, möchten sie erneut mithelfen, die Amphibien sicher über die Straße zu bringen.

Mit viel Farbe, Kreativität und guter Laune haben die Jahrgänge 5 und 6 der Margot-Friedländer-Gesamtschule Wedemark auch in diesem Jahr Fasching auf besondere Weise gefeiert: beim gemeinsamen Schlittschuhlaufen, ermöglicht durch das Team des Eisstadions Mellendorf.
Schon beim Betreten der Eisfläche wurde deutlich: Hier wurde nicht nur gelaufen, sondern gefeiert. Piratinnen drehten ihre Runden neben Superhelden, Märchenfiguren glitten an Tieren, Sportlern und fantasievollen Eigenkreationen vorbei. Auch zahlreiche Lehrkräfte beteiligten sich mit kreativen Kostümen und sorgten damit für eine fröhliche, offene Atmosphäre.

Verschiedene Spiele auf dem Eis sorgten für zusätzliche Bewegung, Teamgeist und Begeisterung. Dabei standen nicht Wettbewerb und Tempo im Vordergrund, sondern Fairness, gegenseitige Unterstützung und das gemeinsame Erleben.
Für das leibliche Wohl sorgte ein vielfältiges Buffet, das von Eltern gespendet wurde. Von herzhaften Snacks bis zu süßen Leckereien war für alle etwas dabei. Darüber hinaus unterstützten zahlreiche Eltern die Veranstaltung tatkräftig vor Ort – sei es beim Auf- und Abbau, bei der Betreuung oder bei organisatorischen Aufgaben. Dieses Engagement hat entscheidend zum Gelingen des Tages beigetragen und zeigt die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus.
Neben aller Ausgelassenheit hatte die Veranstaltung auch eine wichtige pädagogische Dimension. Das gemeinsame Feiern jahrgangsübergreifend stärkt das soziale Miteinander und fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Schulgemeinschaft. Auf dem Eis waren Rücksichtnahme, gegenseitige Unterstützung und verantwortungsbewusstes Verhalten besonders gefragt – Kompetenzen, die weit über den Sportunterricht hinaus Bedeutung haben.
Gerade für die jüngeren Schülerinnen und Schüler bot die Feier zudem die Gelegenheit, ältere Mitschülerinnen und Mitschüler in einem ungezwungenen Rahmen zu erleben und neue Kontakte zu knüpfen. Gemeinschaft wurde hier nicht nur thematisiert, sondern aktiv gelebt.
So wurde das Faschingsfest „auf dem Eis“ zu einem gelungenen Beispiel dafür, wie Schule Lern- und Lebensraum zugleich sein kann: fröhlich, verbindend und getragen von einer starken Schulgemeinschaft.



