In was für einer Welt wollen wir leben? Für die Stammgruppe 6.2 ist klar: Bunt soll sie sein! Also machten sich die Kinder am Montag auf und pflanzten auf dem Schulcampus und drumherum zahlreiche Tulpen und Narzissen. Tatkräftig wurde die Klasse dabei durch den Bürger- und Verschönerungsverein Mellendorf sowie die Erlebnisgärtnerei Borgas unterstützt, welche den emsigen Junggärtner*innen 240 Zwiebelpflanzen zur Verfügung stellten.

Neben der visuellen Verschönerung ihrer Umgebung spielte dabei auch eine symbolische Komponente eine wichtige Rolle: Im Gesellschaftslehre-Unterricht beschäftigte sich die Stammgruppe mit rassistischen, homophoben und anderweitig menschenverachtenden Tendenzen in Politik und Gesellschaft. Mutig und eindrucksvoll berichteten dabei einige Schüler*innen von eigenen fremdenfeindlichen Diskriminierungserfahrungen. Schnell bildete sich innerhalb der 6.2 der Konsens: Ausgrenzung darf nicht unkommentiert hingenommen werden. Also formulierten die Kinder Botschaften auf kleinen Kärtchen, mit denen sie deutlich machten, dass sie für ein vielfältiges und buntes Miteinander einstehen.
Erschöpft und durchgefroren, aber zufrieden blickten die Schüler*innen schlussendlich auf ihr vollendetes Werk. Denn ebenso wie das Pflanzen von Zwiebeln ist das Einstehen für eine gerechte Gesellschaft mit viel Anstrengung verbunden, trägt aber schlussendlich Früchte. Mit ihrer Aktion setzt die Klasse 6.2 ein wichtiges Zeichen: Mellendorf ist und bleibt bunt!




